Mit der makabren Inszenierung von meat lovers soll auf den unersättlichen Massenkonsum von Fleisch, sowie auf die daraus resultierenden Folgen, aufmerksam gemacht werden.


Wenn man Mensch und Tier als gleichwertige Lebewesen anerkennt, ist unser Verhalten den Tieren gegenüber ethisch und moralisch wohl sehr fraglich.

Um zu verdeutlichen, welch Leid der Mensch anderen Lebewesen zuführt, haben wir in der Bildstrecke meat lovers Menschen bewusst in die Rolle der Tiere versetzt.


Immer mehr, immer schneller, immer billiger! So lassen sich die Ziele der Viehzucht beschreiben. Noch vor wenigen Jahrzehnten lag Fleisch nur einmal pro Woche – wenn überhaupt - auf dem Teller; Sonntag war Festtag. Heutzutage ist Fleisch ein Hauptnahrungsmittel. Der Konsum ist derart angestiegen, dass sich auch die Produktionsweisen für diese enormen Erträge ändern mussten.


Bei der Massenproduktion von Fleisch werden die Tiere nach ihrem Profit bewertet. Nur mehr der beste Preis bestimmt deren Haltungsform. So lässt sich das unermessliche Tierleid in Massentierhaltungsbetrieben nicht vermeiden. Aber nicht nur das Leid der Tiere sollte jedem Einzelnen ins Bewusstsein gerufen werden; die Folgen für den Mensch sind so verheerend, dass ein Umdenken keine Wahl, sondern ein Muss ist.


Um Wasser wird es einmal Kriege geben. Und die Massentierhaltung trägt ihren Beitrag dazu: Jedes Schwein verbraucht in seinem Leben in etwa 1 Million Liter Wasser; jedes Rind bis zu 10 Millionen Liter. Doch neben dem Wasserverbrauch, ist es auch die enorme Flächennutzung die auf unsere Umwelt einwirkt. Das betrifft nicht nur die Betriebe der Massenhaltung selbst, sondern vor allem auch die Futtermittelherstellung. Tierische Nahrung hat einen zehnmal höheren Flächenverbrauch als Pflanzliche.

Außerdem ist die Massentierhaltung für einen nicht unerheblichen Anteil der Treibhausgase weltweit verantwortlich. Man spricht sogar davon, das tierische Nahrungsmittel etwa 50% der gesamten Treibhausgasemissionen nach sich ziehen.


Davon abgesehen, dass diese Massenproduktion von Fleisch unsere Umwelt zerstört und einer der Hauptfaktoren der globalen Erwärmung ist, ist der übermäßige Konsum und die Verschwendung von Fleisch in der Mittel- und Oberschicht auch dafür verantwortlich, dass der Welthunger immer größer wird. Die Folge daraus kostet unter anderem alle sechs Sekunden das Leben eines Kindes. Doch noch immer sind wir weit vom Ende entfernt...


In Massentierhaltungen werden Tieren viele Medikamente verabreicht, die sich im Fleisch ablagern. Wer davon isst, nimmt auch diese Medikamente zu sich. Rinder, Schweine und Hühner werden vorwiegend präventiv mit Antibiotika behandelt, um zu verhindern, dass sich bestimmte Krankheitserreger ausbreiten. Wenn diese Antibiotika regelmäßig verfüttert werden, verlieren diese an Wirkung und die Bakterien werden resistent. Der Konsum von Fleisch aus Massentierhaltungen ist auch dafür verantwortlich, dass unsere Antibiotika zunehmen wirkungslos werden. Jedes Jahr sterben weltweit in rasch zunehmendem Ausmaß Menschen an Infektionen, weil aufgrund der fortschreitenden Resistenzen, Antibiotika nicht mehr

wirken. Und obwohl es schon längst wissenschaftlich und medizinisch erwiesener ist, dass viele Krankheiten, insbesondere Herzkrankheiten, Bluthochdruck, Diabetes, Rheuma und Krebs, auf den übermäßigen Fleischkonsum zurück zu führen sind, steigt der Bedarf weiterhin rasant an.


Die Bilder sollen Menschen dazu anregen, ein Verständnis für den übermäßigen Konsum zu erhalten und diesen zu hinterfragen. Denn jeder Mensch trägt Verantwortung! Jeder Einzelne von uns hat die Option bewusster durchs Leben zu gehen und dadurch zu einem positiven Wandel in unserer Gesellschaft beizutragen.



„Let us not take this planet for granted!“ - Leonardo DiCaprio



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Über 56 Milliarden Nutztiere werden jährlich von Menschen getötet. Fisch und andere Meerestiere sind in diesen Zahlen nicht einmal miteinberechnet, da diese so groß sind, dass die Tode anhand von Tonnen kalkuliert werden.

© 2018 Anja Grundböck Photography.

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Bereits als Kinder werden wir darauf konditioniert, Rinder, Schweine, Hühner und Fische als minderwertige Wesen zu sehen, die nur dazu da sind um Fleisch, Milch und Eier zu produzieren.

Truthähne werden bereits genmanipuliert hochgezogen, damit sie noch schneller ihr “Supermarkt-Gewicht” erreichen.In etwa 45 Millionen Truthähne werden allein in den Vereinigten Staaten jedes Jahr zum so genannten “Thanksgiving” getötet.

Etwa ein Drittel aller weltweit produzierten Lebensmittel wird weggeworfen.

Selbst wenn nur ein Viertel der Lebensmittel die zur Zeit global in der Nahrungsmittelproduktion und in den Konsumsystemen verloren gehen, gerettet werden könnte, würde es ausreichen, um 870 Millionen hungernde Menschen in dieser Welt zu ernähren.

meat lovers - behind the scenes photos

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